Stick and Poke Tattoos… für Zuhause… ein Trend, dem ich gerne zuwinkend, während er an mir vorbei zieht… Statt Edding jetzt StickNPoke in Sektlaune?! ja, ich sag’s ja, komisch, ne?! 

http://stickandpoketattookit.com

Stick and Poke Tattoos… für Zuhause… ein Trend, dem ich gerne zuwinkend, während er an mir vorbei zieht… Statt Edding jetzt StickNPoke in Sektlaune?! ja, ich sag’s ja, komisch, ne?!

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galoppierendesommerrollen:

Ich sitze im Zug “Harmony”. Harmony ist ein super-schneller 350km/h G-Express-Zug von Shanghai nach Beijing (Peking). Mein nächstes Ziel ist die Hauptstadt dieses Riesenreichs, dass mit jedem Tag mehr Fragen bei mir aufwirft als beantwortet. Da ich nun also, eingeklemmt zwischen zwei Chinesen, fünf Stunden Richtung Hauptstadt rase, kann ich auch mal wieder in die Touch-iPhone-Tasten hauen.

Die ersten drei Tage in Shanghai waren ein gutes Training für die mir noch bevorstehende Reise. Denn ab sofort bin ich alleine in China unterwegs. Das “Training” in Shanghai wurde mir immens durch die Freundin und ihre Freunde in Shanghai erleichtert. Folgende Übungsfelder wurden absolviert: 1) generelles zum Überleben, 2) Fortbewegung, 3) Essen bestellen/Essen essen - all das im Rahmen von diversen Sightseeing-Trips und verpackt als kulturelle Wissenshäppchen. Hier die ersten Erkenntnisse der Bildungsreise:

1) Generelles Überleben
Das ist schnell erklärt: trink kein Leitungswasser! Wer ein bisschen Wert auf seine Gesundheit legt, sollte unbedingt dem einstigen Geschenk von Mutter Erde misstrauen. Der Grund hierfür liegt in der Qualität des Wassers, das ordentlich mit Schwermetallen belastet ist. Bei meiner ersten Metalldusche hatte ich diese Überlebens-Vorschrift auch direkt wieder vergessen und habe mir erst einmal ein paar große Schlücke genehmigt. Ich lebe weiterhin, klar! Aber ob am hinteren Lebenszipfel etwas verkürzt wurde, wird sich erst noch zeigen. 

Die Sache mit dem Smog ist auch so ein Ding. In den letzten Tagen “schmeckt” die Luft fast schon frisch und sauber - was mit Sicherheit dem Regen und der Kälte geschuldet war. Das hier dennoch Frau Holle anders die Kissen lüftet zeigt sich in der unterschiedlichen Sichtweise der Definition der Messwerte. So meinte  meine quirlig-lockige Shanghai-Freundin an einem Morgen: “Oh, die Air-Quality ist heute gut - der Schadstoffwert liegt lediglich bei 150.” In Deutschland gibt es diese Messung auch. Jedoch ist bei uns, in der Wertung “gut” die erst eins ersatzlos gestrichen und liegt daher bei Faktor: 50. Andere Länder, andere Lungen. 

Wenn ich hier schon das Fass “Überleben” aufmache, darf der Punkt Sicherheit in der Stadt nicht fehlen. Die Menschen in der Stadt sind sehr hilfsbereit. Man versteht sich zwar so auf anhieb gar nicht (sofern der Gegenüber kein Englisch kann), aber man kann sich im Grunde eigentlich ganz gut leiden. Ob die Stadt tatsächlich sicher ist, kann ich in so einer kurzen Zeit natürlich nicht einschätzen. Die gefühlte Sicherheit ist jedoch durch die hilfsbereiten Shanghainesen durchaus hoch - und das schon alleine ist viel Wert um sich in so einer Mega-Stadt OK fühlen zu können.   

***** Infosnack: Die Strafen für einen Chinesen, der einen  Ausländer im Straßenverkehr anfährt/verwundet,  ist weitaus höher, als wenn die gleiche Person einen Landsmann anfährt. Seltsames Zweiklassen-Ding. *****

2) Fortbewegung 
Für das von A- nach B-Gekomme bieten sich dem Großstädtler diverse Möglichkeiten an. Im Überlebenstraining habe ich die U-Bahn und das Taxi getestet. Ersteres hat ein großartiges Leitsystem, dass kinderleicht zu verstehen ist. Ein etwas schwierigere Nummer ist das Taxi. Wenn man der Sprache nicht mächtig ist (oh Gott nein - definitiv nicht!) und der Fahrer keine englischen Hebel umlegen kann, wird es nicht nur akrobatisch in der Mimik und Gestik der beiden Parteien. Auch wenn Du denkst, Du weißt wie Dein Ziel ausgesprochen wird, Du wirst es falsch aussprechen (Chinesen sprechen in vier unterschiedlichen Tonlagen) und es kann nur ein Vorankommen bis zur nächsten Ampel garantiert werden. In diesem Fall hilft nur der Fingerzeig auf den Zielpunkt in einer Straßenkarte. Und auch hier beißt sich die westliche Katze in den chinesischen Schwanz. Denn wie kann ein chinesischer Taxifahrer eine englischsprachige Karte lesen?! Da hilft nur die Verzweigungen und den Straßenverlauf zu checken in dem eine Lupe herangezogen wird. Da uns dieser Fall mehrfach begegnet ist, stellt sich zudem auch die Frage: wie können die sehschwachen Taxifahrer überhaupt die Schilder und das “übrige” Straßengeschehen verfolgen? Die Vermutung liegt nahe, dass sie es gar nicht erst tun. 

***** Infosnack >  Ein kurzes Fall-Beispiel zum Thema Sprache (Quelle: Reise Know How “Kulturschock China”) “Ausländer, die anfangen Hochchinesisch zu lernen, beginnen mit der Einübung der vier Töne: mā, má, mâ und mà. Mā (Mutter) im ersten Ton wird relativ hoch und schwebend ausgesprochen. Má (Hanf) im zweiten Ton hat einen fragenden Tonfall, etwa wie das deutsche Wort “wahr” in “Nicht wahr?”. Mâ (Pferd) im dritten Ton hat eine zunächst fallende und dann wieder steigende Tonhöhe. Má (schimpfen) im vierten Ton klingt wie ein Befehl. Die vier verschiedenen ma werden mit vier verschiedenen Schriftzeichen geschrieben und sind vier verschiedene Wörter.” 

Die Gefahr von Verständigungsprobleme können jedoch nicht nur auf der chinesischen Seite entstehen. Auf die englische Frage (von uns an einen Chinesen), wo die nächste Ubahn ist, wird man auch gerne in den vierten Stock eines Kaufhauses geschickt. 

Da kann ich nur mit einem gepflegten “Prost, Mahlzeit!” im vierten má-Ton diesen Infosnack schließen.

3) Essen bestellen/Essen essen
Ist immer wieder eine Kombination aus Hunger, Neugierde und russisch Roulette. In Shanghai lässt sich essen, bis der Buddha neidisch wird. An jeder Ecke wird irgendetwas geköchelt, gehackt, mit den Stäbchen nach etwas gepickt, geschlürft und in den Mund geschoben. Und nahezu ALLE Gerichte enthalten (in welcher Verarbeitungsform auch immer) Fleisch. Der Verzehr von Fleisch waren den Chinesen lange Zeit verwehrt und dient hier als ein Zeichen von Status. Wer Fleisch hat oder es sich leisten kann, dem geht es gut. Das nimmt so breite Ausmaße an, dass selbst Gerichte, die eigentlich kein Fleisch erfordern (bzw. ihren Ursprung in einem vegetarischen Gericht haben) mit Speck und anderen Fleischwürfel  garniert werden. Und ja - es werden hier alle Teile eines Tieres gegessen. Von klassischen Hühnerfüssen bis zu gegarten Entenköpfen wird alles als Take-Away angeboten und/oder direkt in ein Gericht geworfen. In den Vitrinen der Marktständen wimmelt es zudem von allen möglichen Tieren, die bestenfalls bereits hinüber sind (R.I.P.) oder noch auf das Ende warten, wie zum Beispiel: Kröten, Wasserschlangen und andere sich windenden Glitschis. 

In Shanghai führen viele Restaurant Gott sei Dank nicht nur Speisekarten mit englischer Übersetzung sondern auch mit der dazu gehörigen Bebilderung der Gerichte. Bislang konnte ich immer auf eine dieser Hilfsmittel zurückgreifen und so ungewollten Entenfüssen und Krötenaugen in der Suppe ausweichen. 

Was war besonders toll in Shanghai?
Sehr interessant und absolut empfehlenswert sind ein Besuch im Shanghai Museum und das Viertel Pudong, in dem sich die meisten Skyline-Wahrzeichen befinden. Siehe flickr: www.flickr/lukasch 

So. Und jetzt muss ich Schluß machen. Der Tag ist noch lang, der Akku schon bei 20% und Harmony stellt keine Steckdosen bereit.

Bis zum nächsten Mal > dann hoffentlich aus Beijing.

Er ist wieder unterwegs!!!! @lukasch in Asien!  Fantastischer Reiseblog! Mitlesen um mitreden zu können ;) galoppierendesommerrollen

galoppierendesommerrollen:

Ich sitze im Zug “Harmony”. Harmony ist ein super-schneller 350km/h G-Express-Zug von Shanghai nach Beijing (Peking). Mein nächstes Ziel ist die Hauptstadt dieses Riesenreichs, dass mit jedem Tag mehr Fragen bei mir aufwirft als beantwortet. Da ich nun also, eingeklemmt zwischen zwei Chinesen, fünf Stunden Richtung Hauptstadt rase, kann ich auch mal wieder in die Touch-iPhone-Tasten hauen.

Die ersten drei Tage in Shanghai waren ein gutes Training für die mir noch bevorstehende Reise. Denn ab sofort bin ich alleine in China unterwegs. Das “Training” in Shanghai wurde mir immens durch die Freundin und ihre Freunde in Shanghai erleichtert. Folgende Übungsfelder wurden absolviert: 1) generelles zum Überleben, 2) Fortbewegung, 3) Essen bestellen/Essen essen - all das im Rahmen von diversen Sightseeing-Trips und verpackt als kulturelle Wissenshäppchen. Hier die ersten Erkenntnisse der Bildungsreise:

1) Generelles Überleben
Das ist schnell erklärt: trink kein Leitungswasser! Wer ein bisschen Wert auf seine Gesundheit legt, sollte unbedingt dem einstigen Geschenk von Mutter Erde misstrauen. Der Grund hierfür liegt in der Qualität des Wassers, das ordentlich mit Schwermetallen belastet ist. Bei meiner ersten Metalldusche hatte ich diese Überlebens-Vorschrift auch direkt wieder vergessen und habe mir erst einmal ein paar große Schlücke genehmigt. Ich lebe weiterhin, klar! Aber ob am hinteren Lebenszipfel etwas verkürzt wurde, wird sich erst noch zeigen.

Die Sache mit dem Smog ist auch so ein Ding. In den letzten Tagen “schmeckt” die Luft fast schon frisch und sauber - was mit Sicherheit dem Regen und der Kälte geschuldet war. Das hier dennoch Frau Holle anders die Kissen lüftet zeigt sich in der unterschiedlichen Sichtweise der Definition der Messwerte. So meinte meine quirlig-lockige Shanghai-Freundin an einem Morgen: “Oh, die Air-Quality ist heute gut - der Schadstoffwert liegt lediglich bei 150.” In Deutschland gibt es diese Messung auch. Jedoch ist bei uns, in der Wertung “gut” die erst eins ersatzlos gestrichen und liegt daher bei Faktor: 50. Andere Länder, andere Lungen.

Wenn ich hier schon das Fass “Überleben” aufmache, darf der Punkt Sicherheit in der Stadt nicht fehlen. Die Menschen in der Stadt sind sehr hilfsbereit. Man versteht sich zwar so auf anhieb gar nicht (sofern der Gegenüber kein Englisch kann), aber man kann sich im Grunde eigentlich ganz gut leiden. Ob die Stadt tatsächlich sicher ist, kann ich in so einer kurzen Zeit natürlich nicht einschätzen. Die gefühlte Sicherheit ist jedoch durch die hilfsbereiten Shanghainesen durchaus hoch - und das schon alleine ist viel Wert um sich in so einer Mega-Stadt OK fühlen zu können.

***** Infosnack: Die Strafen für einen Chinesen, der einen Ausländer im Straßenverkehr anfährt/verwundet, ist weitaus höher, als wenn die gleiche Person einen Landsmann anfährt. Seltsames Zweiklassen-Ding. *****

2) Fortbewegung
Für das von A- nach B-Gekomme bieten sich dem Großstädtler diverse Möglichkeiten an. Im Überlebenstraining habe ich die U-Bahn und das Taxi getestet. Ersteres hat ein großartiges Leitsystem, dass kinderleicht zu verstehen ist. Ein etwas schwierigere Nummer ist das Taxi. Wenn man der Sprache nicht mächtig ist (oh Gott nein - definitiv nicht!) und der Fahrer keine englischen Hebel umlegen kann, wird es nicht nur akrobatisch in der Mimik und Gestik der beiden Parteien. Auch wenn Du denkst, Du weißt wie Dein Ziel ausgesprochen wird, Du wirst es falsch aussprechen (Chinesen sprechen in vier unterschiedlichen Tonlagen) und es kann nur ein Vorankommen bis zur nächsten Ampel garantiert werden. In diesem Fall hilft nur der Fingerzeig auf den Zielpunkt in einer Straßenkarte. Und auch hier beißt sich die westliche Katze in den chinesischen Schwanz. Denn wie kann ein chinesischer Taxifahrer eine englischsprachige Karte lesen?! Da hilft nur die Verzweigungen und den Straßenverlauf zu checken in dem eine Lupe herangezogen wird. Da uns dieser Fall mehrfach begegnet ist, stellt sich zudem auch die Frage: wie können die sehschwachen Taxifahrer überhaupt die Schilder und das “übrige” Straßengeschehen verfolgen? Die Vermutung liegt nahe, dass sie es gar nicht erst tun.

***** Infosnack > Ein kurzes Fall-Beispiel zum Thema Sprache (Quelle: Reise Know How “Kulturschock China”) “Ausländer, die anfangen Hochchinesisch zu lernen, beginnen mit der Einübung der vier Töne: mā, má, mâ und mà. Mā (Mutter) im ersten Ton wird relativ hoch und schwebend ausgesprochen. Má (Hanf) im zweiten Ton hat einen fragenden Tonfall, etwa wie das deutsche Wort “wahr” in “Nicht wahr?”. Mâ (Pferd) im dritten Ton hat eine zunächst fallende und dann wieder steigende Tonhöhe. Má (schimpfen) im vierten Ton klingt wie ein Befehl. Die vier verschiedenen ma werden mit vier verschiedenen Schriftzeichen geschrieben und sind vier verschiedene Wörter.”

Die Gefahr von Verständigungsprobleme können jedoch nicht nur auf der chinesischen Seite entstehen. Auf die englische Frage (von uns an einen Chinesen), wo die nächste Ubahn ist, wird man auch gerne in den vierten Stock eines Kaufhauses geschickt.

Da kann ich nur mit einem gepflegten “Prost, Mahlzeit!” im vierten má-Ton diesen Infosnack schließen.

3) Essen bestellen/Essen essen
Ist immer wieder eine Kombination aus Hunger, Neugierde und russisch Roulette. In Shanghai lässt sich essen, bis der Buddha neidisch wird. An jeder Ecke wird irgendetwas geköchelt, gehackt, mit den Stäbchen nach etwas gepickt, geschlürft und in den Mund geschoben. Und nahezu ALLE Gerichte enthalten (in welcher Verarbeitungsform auch immer) Fleisch. Der Verzehr von Fleisch waren den Chinesen lange Zeit verwehrt und dient hier als ein Zeichen von Status. Wer Fleisch hat oder es sich leisten kann, dem geht es gut. Das nimmt so breite Ausmaße an, dass selbst Gerichte, die eigentlich kein Fleisch erfordern (bzw. ihren Ursprung in einem vegetarischen Gericht haben) mit Speck und anderen Fleischwürfel garniert werden. Und ja - es werden hier alle Teile eines Tieres gegessen. Von klassischen Hühnerfüssen bis zu gegarten Entenköpfen wird alles als Take-Away angeboten und/oder direkt in ein Gericht geworfen. In den Vitrinen der Marktständen wimmelt es zudem von allen möglichen Tieren, die bestenfalls bereits hinüber sind (R.I.P.) oder noch auf das Ende warten, wie zum Beispiel: Kröten, Wasserschlangen und andere sich windenden Glitschis.

In Shanghai führen viele Restaurant Gott sei Dank nicht nur Speisekarten mit englischer Übersetzung sondern auch mit der dazu gehörigen Bebilderung der Gerichte. Bislang konnte ich immer auf eine dieser Hilfsmittel zurückgreifen und so ungewollten Entenfüssen und Krötenaugen in der Suppe ausweichen.

Was war besonders toll in Shanghai?
Sehr interessant und absolut empfehlenswert sind ein Besuch im Shanghai Museum und das Viertel Pudong, in dem sich die meisten Skyline-Wahrzeichen befinden. Siehe flickr: www.flickr/lukasch

So. Und jetzt muss ich Schluß machen. Der Tag ist noch lang, der Akku schon bei 20% und Harmony stellt keine Steckdosen bereit.

Bis zum nächsten Mal > dann hoffentlich aus Beijing.

Er ist wieder unterwegs!!!! @lukasch in Asien! Fantastischer Reiseblog! Mitlesen um mitreden zu können ;) galoppierendesommerrollen